Wiedereingliederung

…, leider ist es in der Tat auf unangenehme Weise verlaufen und an den Ton musste ich mich erst über lange Zeit gewöhnen – ob es mir vollständig gelungen ist …? Es bleibt unterm Strich dieses seltsame ‘im Grunde ist er ein guter Kerl und meint es nicht so.’
Fuer mich ist er und ist dies alles derzeit eh Teil eines größeren Feldes von Kommunikation und Kommunikationsfehlern und Verhältnissen, Verhalten und auch Beziehungen, denn Verhalten und Verhältnisse sind ja im Grunde immer eine Frage auch der Beziehungen. Und das ist fuer mich derzeit eben ein weites Feld, da ich mich im Übergang befinde, im Untergang gar:
das Untergehen der Beziehungen nach zwei Jahren, das Untergehen in den neuen Eindrücken, mit denen ich beim Versuch des Fuss-Fassens in einem neuen Lebensabschnitt konfrontiert sehe, und auch das Untergehen des ‘alten Europas’, dass durch den Aufenthalt ausserhalb doch einige ‘Prellungen’ erlitten hat: vermisst habe ich sicher einen Teil und zugleich habe ich einen Teil ‘zu hassen’ oder ‘verachten’ gelernt. Einen Teil Europas? oder doch eher der ganzen Welt? oder dessen, was sich da entwickelt hat im Europa und nun exportiert wird? Der Fortgang der Dinge, die absehbar sind, derweil man da am Abgrund steht und nur den einen Weg kennt, erlaubt ist zu gehen: den Weg nach vorne, den Weg des Weiter-So …?
Derzeit bin ich glänzend bei Freunden in Availles Limouzine untergekommen:
im Haus der ehemaligen Geschäftsführerin von ESAN, meinem alten EU-Netzwerk, die von Lille mit ihrem Mann nach dessen Pension nach hier gezogen sind. Eine dieser eher schwer zu verstehenden Freundschaften: lange Pausen und man trifft sich, als ob man eh jeden Tag zusammen ist. Und auch wenn man scheinbar über Jahre jeden Tag zusammen ist und war und sein wird, wird es nie langweilig eine tragbare Leichtigkeit des Seins, um dann Referenz zu Kundera’s Roman zu machen; aktuell ist hier bestimmt keine Langeweile, denn Christian ist ein ‘bekennender Chaot’ – im zutiefst positiven Sinne. Die Gegend ein Traum, und doch auch fuer mich eine ‘Herausforderung’: 1200 Einwohner gegen 9 Millionen in Changsha.
Und auch: mehr Diskussion zu globaler politischer und ökonomischer Entwicklung als in Changsha, wo ich ‘stumpfe Wirtschaftswissenschaft’ unterrichtete – dies ‘mehr an Diskussion’ hängt zugegebenermassen aber auch damit zusammen, dass es nicht wirklich reiner Urlaubsaufenthalt ist, sondern eben auch Teil meiner Parteiarbeit. Eine Art von Bericht habe ich ja zu den Erfahrungen in China – zumindest it Blick auf das Hochschulwesen – auch auf dem blog veröffentlicht, bzw, von dort verlinkt. Dort habe ich auch Bezug auf ein Buch von Erwin Chargaff: The Heraclitean Fire, genommen: bemerkenswert fand ich, wie das, was einige oder gar viele heute als Probleme sehen, eben auch ein Teil eines lang sich entwickelnden Prozesses ist. Und das habe ich selbst auch dort zu schreiben versucht: das Wissen um die allgemeine Entwicklungslinie, das Beklagen über Details, und das Handeln durch den Versuch, einen individuellen Ausweg zu finden – gönnerisches gleichsam ein anerkennendes Nicken fuer jene erübrigen, die etwas mehr wollen und fordern; und vielleicht ein gönnerisch-anerkennender Blumenstrauss oder Kranz eines Tages – von Individualisten an Individualisten, denn jeder scheint darauf reduziert zu sein – ‘Jeder stirbt fuer sich allein’, nicht nur in der Extremsituation, ie sie im Mittelpunkt von Fallada’s Stück im Mittelpunkt steht.
Sicher war China eine ‘besondere Erfahrung’, schließlich waren es über zwei Jahre. Und doch war fuer mich auch wieder einmal sichtbar, wie viel doch eben überall stattfindet, wie auch die alte Rostow’sche Westdampfwalze des Kapitalismus noch immer über solche Länder rollt – selten habe ich so viele SVUs und sonstige protzige Autos gesehen, wie in Hangzhou und Changsha; und selten wurde so offen wie in Hangzhou und auch bei jenem joint venture so vieles an Widerwärtigkeit ‘konkurrenzbetonter, verlogener Wissenschaft’ fuer mich unmittelbar deutlich – freilich: alles im besten Gefühl, ‘im Grunde gute Kerle zu sein’ – und nicht nur im Grund, sondern tatsächlich, allerdings begrenzt durch den Hyperindividualismus, den man eigentlich bekämpfen will; und selten wurde ir deutlich, wie weit es eben ein ganz normales Prinzip heute ist, was mit China nicht wirklich etwas zu tun hat; selten aber auch die immer noch zu findende Wertschätzung und das aktive Leben bestimmter traditioneller Verhaltensweisen, auch und gerade bei Studierenden. Selten auch deren Entfremdung, deren Hin- und Hergerissen-Sein zwischen ‘da muss man durch’ und tatsächlichem Interesse, Respekt, etc. Und selten habe ich auch die verschiedenen Facetten eben von Fehlkommunikation erlebt. Dies gilt mit Blick auf so viele – das Leben in Dichotomien: Studierende und Lehrende, Junge und Alte, Chinesen und Ausländer, auch wenn die Ausländer Chinesen sind, ‘dortige und hiesige’ – letzteres meint: bei solchen Gelegenheiten lernt man ja immer fast mehr über das, wo man her kommt als über das, wo man lebt. Und Kommunikation ist eben Gesellschaft – auch wenn ich nicht mit der Luhmann’schen Umkehrung übereinstimme, dass Gesellschaft nichts anderes als Kommunikation sei.Das letzte ‘Kommunikations- und Gesellschaftsproblem fuer mich: der Mieter in der Wohnung, die ich in Berlin gekauft habe, wurde tot in der Wohnung aufgefunden – man vermutet, dass er dort zwei Wochen gelegen hat. etc. pp. – so ist es in der freien und soziale Gesellschaft – fürsorgend und christlich …, bis zur nächsten Wahl, aber auch da nur, soweit es sich nicht vermeiden lässt … Und dann geht das ‘Kommunikationsstück’ weiter: in diesem Zusammenhang hatte ich mit dem Makler auch wieder Kontakt. Er schrieb in einer mail, er habe auch Leute, die bei der Renovierung helfen könnten, zumal es in Berlin nicht leicht sei, fuer kleine Arbeiten jemanden zu finden, schlug vor dass wir Telefonieren. Ich sagte OK und ich sei in Europa wieder und daher könne ich problemlos anrufen und fragte wann. ‘Geht auch gleich’ kam als Antwort und gleich …, nun ich versuchte ‘gleich’ und später und es kommt immer nur der Anrufbeantworter und keine Nachricht, die ich dort hinterlasse, wird beantwortet. Das ist gleichsam eine Art Standard-Erfahrung fuer mich: vielfach auch ‘global’: eine Erfahrung ’hier und dort’. Oft Zeichen von hypocrisy [mir fehlt der deutsche Begriff] und auch eine Erfahrung, die mich oft erschrecken laesst, wie tief eingeschliffen ein ‘berechnendes Verhalten’ ist, in dem wir alle zu leicht gefangen sind, bei dem mich auch verunsichert, wie weit ich mich ausschliessen kann. Ganz tief, selbst oft wenn es um Freundschaften geht – oft habe ich mit 邹籽仪 darüber gesprochen: Ehrlichkeit, Unverfälschtheit … und zugleich das Wissen darum, dass man es nicht immer Leben kann. Sie sagte es einmal direkt: ich bin nicht immer und zu allen so ehrlich und offen. So viele Dinge gingen mir da durch den Kopf und so viele Dinge sagte ich da zu ihr: die Erfahrungen und ach die Konflikte: der innere Streit mit dem und gegen den eigenen Opportunismus. Und die Spannung zwischen dem Anspruch auf Ehrlichkeit, Unverfälschtheit … gegenüber sich selbst und anderen und dem Wissen und sich und anderen Zugestehen: es geht nicht …, nicht immer … . Ich denke nicht, dass all dies ‘neu’ ist, neu sind höchstens die konkreten Muster und Instrumente. Das WWW mit all den Apps und die gadgets nur ein kleiner, und ich denke, oft überschätzter Teil. Und oft unterschätzt: wie leicht man selbst das gleiche Verhalten an den Tag legt, auch wenn man es kritisiert; wie bedeutungsvoll auch der konkrete Grund ist, auf dem man steht. Auch im Sinne etwa des Lebens jenseits von Computer und Akten und … Es erinnert mich an eine andere Stelle aus dem Buch Chragaff’s, wo er bemerkt, dass

[t]his is directly related to the loss of human proportions in science which I mentioned before. Science-at any rate in my way of considering it- is a mental activity, something that you do much more with your head than with your hands.

Hier und nun ist der Ausgleich das Schneiden der Hecke und der Weg zum Dorfladen, um die Zeitung zu kaufen. Wie ich sagte: hier ist doch auch mehr Diskussion zu globaler politischer und ökonomischer Entwicklung als Im Unterricht in Changsha oder sonst wo, hier hat Globalisierung auch und gerade eine ganz besondere und sichtbare Bedeutung. Und all dies im Moment hat etwas von jener bekannten Stelle aus der Deutschen Ideologie. Es geht um ein Leben,
‘wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.’
Es erinnert mich ein wenig an die Zeit meines Studiums seinerzeit in der DDR – oder lautet es: mein Studium in der seinerzeitigen DDR? Bei allem geht es ganz konkret um den Grund auf dem wir stehen – und der ist eben Kommunikation und Produktion des täglichen Lebens,wenngleich genau dieser seit langem und immer weiter zunehmend durch Marktaustausch zu einem sandigen Grund wird, auf dem sich schlecht bauen lässt. Nicht das gesprochene Wort gilt, sondern die bits und bites, die zu Markte getragen werden können. Und dies wird leider auch durch die gegenwärtige Privatisierung und Sparpolitik weiter getrieben. Von dem Ort hier – Availles-Limouzine – gibt es gleichsam nur einen Weg: hinaus in die Stadt, denn hier selbst gibt es zunehmend weniger. Und den Weg zu beschreiten bedeutet: eine viel zu lange Radfahrt nach Poitier z.B. [selbst noch klein genug], ein Privatauto, denn es gibt nicht Bus oder Bahn, vielleicht dann ‘sharing economy’ im wahren Sinn von Fahrgemeinschaften oder aber schlussendlich Umzug = Urbanisierung. Ein Teufelskreis, denn je weniger Menschen hier leben, desto geringer die Bereitschaft, Infrastruktur zu erhalten – und alle Bemühungen erscheinen einem oft selbst als Kampf gegen Windmühlen – gerade fällt mir hier die hervorragende Aufführung in Wien, früher in diesem Jahr, ein. So direkt, wie man es hier erfährt, erlebt, so schön laesst es sich schwerlich im Textbuch beschreiben. Und so wenig wird es sicher von vielen so empfunden – von den vielen, fuer die es ‘Alltag’ ist, und nicht, wie fuer mich derzeit, ‘Leben im Kontrast-Programm’. Und auch Leben im einer Art persönlicher Konflikte: verlassene Freuden, Freunden und Leben und  Lieben,a ich verlassene Reibungspunkte, verpasste und gar joint-venture-unterdrückte Möglichkeiten guter, aber nicht ranking-relevanter Hochschulerziehungsarbeit, aus verschiedenen Gründen versäumte Erfahrungen auch in jenem Land, das mir Gastlichkeit für über zwei Jahre anbot, verpasst nicht zuletzt aus meinem ‘Verschulden’ – eine Freundin aus China sagte einst, sie unternehme selbst wenig: ‘ich weiss nie so recht, warum ich soviel Aufwand treiben soll.’ Und das ist auch mein Problem, wenngleich ich dann gelegentlich erfahre, wie lohnenswert solche Ausflüge doch sein können – wenn man sich die Zeit und Ruhe dafür nimmt, wenn man Gelegenheit hat, den tatsächlichen Grund als Neuland zu erfahren, nicht nur die Standardimages. Zeit und Ruhe auch und gerade eben im Zusammenhang mit den locals, soweit er dann bei einem ungezwungenen Kaffee oder Tee möglich ist.
Das Ungezwungene aber … – was ist es? Dies nun war und ist ein Rätsel fuer mich …, geworden. Es hat sich dadurch ergeben, dass ich eben auch eine andere Erfahrung der Kommunikation erfahren habe, die ich aber nicht greifen kann. ‘Wir sind wer wir sind und nehmen alles durch den Filter unseres Wissens wahr.’ Das scheint eine Binsenwahrheit und gerade diese wurde ‘gestoert’, infrage gestellt – ich versuche es zu formulieren:
‘Wir sind wer wir sind – und wir sind wesentlich uns entwickelnde Wesen, stellen uns und unsere Welt damit ständig in Frage und wir nehmen alles durch den Filter unseres Wissens wahr – aber wir wissen eigentlich nur, dass wir nichts, oder doch zumindest nur wenig wissen.’
Ich weiss nicht, ob ich damit wirklich diese Erfahrung zum Ausdruck bringe. Es ging bei den Treffen, auf die ich mich beziehe,nie darum, irgendetwas = das eigene ich oder das des Anderen in Frage zu stellen: das Ausländer-Sein – das wir eben alle sind, und da wir uns entwickeln und das Land sich entwickelt, sind wir es teils selbst im eigenen Land; die Alters- und Berufsposition; die bestehenden oder nicht bestehenden Bindungen ….; und vielleicht bedeutete dies doch auch, dies nicht einfach als selbstverständlich hinzunehmen, sondern zu verstehen: sich selbst und den anderen …, und damit sich die Frage zu erlauben, ob denn nicht die vermeintliche Normalität eben das Erzwungene ist und das Ungezwungene gerade erlaubt, einmal aus eben jenem Alltag herauszutreten, eine neue Spannung zu erlauben, die eigenen Ängste zu spüren, vielleicht teils zu überwinden … – und damit hatte auch jenes etwas von dem überwinden des ‘einen ausschließlichen Kreis[es] der Tätigkeit’ auf den ich mit den Zitat aus der Deutschen Ideologie mich bezog. Und auch dann immer wieder die ‘Anstrengung’, die auch in dem Zitat von Chargaff eine Rolle spielt, die Unterscheidung von Aussage und Ausdruck:
In the evening and at night, my friend Albert Fuchs and I often walked through the beautiful streets of Vienna, and we talked endlessly about writing: what made a text genuine, what caused a poem to be good. We distinguished between Aussage (statement) and Ausdruck (expression), and we concluded that only the genius could “express,” whereas any talent could “state.” Something of this distinction has remained with me, and I would still say that only what is “stated” can be translated, but not what is “expressed.”
Und vielleicht kann man solche Ausdrücke nicht einmal klar verstehen — denn wann gibt es die Zeit dazu? Wann sind wir bei all den Windmühlenkämpfen in der Lage und auch bereit, das zu machen, was ich oben beschrieb:
‘Wir sind wer wir sind – und wir sind wesentlich uns entwickelnde Wesen, stellen uns und unsere Welt damit ständig in Frage und wir nehmen alles durch den Filter unseres Wissens wahr – aber wir wissen eigentlich nur, dass wir nichts, oder doch zumindest nur wenig wissen.’

Du erinnerst Dich vielleicht an die kleine Auseinandersetzung, als es um meine Wiederwahl ging? ‘Ich verstehe oft nicht, was Du sagen willst, befürchte daher Probleme, in der Zusammenarbeit,’ so der eine Mit-Kandidat – und damit sind wir wieder beim Thema des Anfangs … ‘Im Grunde sind wir alle gute Kerle, nur haben wir keine Lust, uns ernsthaft auf Debatten einzulassen.’ Die Alternative: Wir diskutieren darüber, dass wir eigentlich viel zu wenig diskutieren – freilich in der intelektuell-besseren Formulierung des zweiten Teils: wir beklagen das Fehlen von diskursiven Räumen … .Es wäre schön, wenn wir Gelegenheit bald finden zu einem Treffen – leider dieses Mal wohl nicht im Kőleves Vendéglő …Bis dahin gruesst ganz herzlich Peter

Meanings of a Term – Global Village

Bizarre, n’est-ce pas?
Turning away from teaching at a university in a more or less large city [well, a city with 9 million people is in China not considered to be really large …], in a country that is classified as ‘emerging economy’ in a setting of a joint venture, i.e. the collaboration of a Chinese and Welsh university to debates in a small village in France – 1.200 inhabitants allow to speak of a village.
What makes it bizarre is not so much the huge difference in the settings but the fact that the teaching in the supposed global setting had been very much about  narrowly understood economy, suggesting individuals acting rationally on transparent markets, being completely informed, whereas we discuss in the village – really transparent, a real market with all its imponderables, including that of non-market performances, solidarity, neighbourly support etc.- strategies hat are suitable for new politics and policies in a globalised world.
The internet is there and used in both cases and one wonders if it offers a net sufficiently strong to absorb the tension?
*****
The one meeting is relocated – we go on the river.
The reflection of the trees and bushes in the water make me reflecting on the actual meaning of the relationship between base and superstructure.
The roots as base, more or less rigid in the ground, the stem and strong branches, the leaves … – not moving this calm evening – the firm regulatory framework that is completed by the actual ‘governance’ and mode of life and living regimes [and here].
Or is it the other way rond, the accusation regime being the flexible part, adapting to the changing conditions of utilising capital? Perhaps such ‘flexibility of the accumulation regime is just a temporary matter – during phases of massive change as we see them at the moment?
Bizarre – and interesting – how short the way can be between trees, reflected in a river and ventilating for instance matters of digitisation and sharing economy. surely much shorter than the reflections teaching model economics in the modern ivory tower of wrongly understood curricula.

The cat’s tale – the difficulty of academia then and now

It seems to be relatively easy to deal with Schroedinger’s cat – the question is well known:

[1]

Schrödinger wanted people to imagine that a cat, poison, a geiger counter, radioactive material, and a hammer were inside of a sealed container. The amount of radioactive material was minuscule enough that it only had a 50/50 shot of being detected over the course of an hour. If the geiger counter detected radiation, the hammer would smash the poison, killing the cat. Until someone opened the container and observed the system, it was impossible to predict if the cat’s outcome. Thus, until the system collapsed into one configuration, the cat would exist in some superposition zombie state of being both alive and dead.[2]

The one way of dealing with it is to open the box in order to see if the cat is alive or not. However, it is a way of dealing with the problem by actually denying it as checking, giving ‘empirical evidence’ in actual fact changes the conditions to such an extent that, what had been the question at the outset is actually redefined: the conditions from which the question emerged are not anymore given.

The other way is to admit that there is no answer and that there cannot be any answer for ever. One could see this as a purely academic issue – though this is probably seen differently by the cat – being eternally in a situation of not knowing if her is dead or alive which must admittedly a hugely unpleasant state of existence. And both ‘easy answers’ prevail when we are looking at academia, in particular universities: researching, studying and teaching. One question may be asked though: what is if we simply look at the tale, not the entire cat but also not something that exists only as chimera?

Some reflections on the development of third level education today can be found here, impressions and reports, resulting from having worked in China for two years at a ‘joint venture’ between a EUropean and a Chinese university, and reflecting more general trends than really anything like ‘this is China’. And also reflecting on a general trend of supposed academic education where one learns not to agree with but to follow rules, where you have to like numbers but yu do nit have to like maths … – at the end where you should end with a major that makes sure that the cat is dead while the mice are dancing a bubble dance, appealingly majoring in accounting without understanding the economy of which it takes account.

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[1]            https://i.stack.imgur.com/Of40B.jpg; 27/07/17

[2]            IFLScience – The lighter sight of science: Schrödinger’s Cat: Explained; http://www.iflscience.com/physics/schrödinger’s-cat-explained/; 27/07/17

Shedding light … at least a bit

In some way at least the following may shed a bit more light on the direction of the move, of the strives … – at least it does shed light on the words at the end of the last entry here … Va, pensioro

Va, pensiero, sull’ali dorate;Va, ti posa sui clivi, sui colli,Ove olezzano tepide e molliL’aure dolci del suolo natal!Del Giordano le rive saluta,Di Sïonne le torri atterrate…Oh mia patria sì bella e perduta!Oh membranza sì cara e fatal!Arpa d’or dei fatidici vati,Perché muta dal salice pendi?Le memorie nel petto riaccendi,Ci favella del tempo che fu!O simile di Solima ai fatiTraggi un suono di crudo lamento,O t’ispiri il Signore un concentoChe ne infonda al patire virtù! Go, thought, on golden wings,Go, alight on the cliffs, on the hills,Where waft the warm and gentleSweet breezes of our native land.Greet thou Jordan’s banks,The fallen towers of Zion…Oh, my fatherland, so beautiful and lost!Oh, remembrance so dear and fatal!Harp of gold of prophet bards,Why hangst thou silent from the willow?Rekindle memories in our breast,Speak to us of the time that was.O [harp], like Solomon to the fates,Draw out a sound of harsh lamentation;O may the Lord inspire in thee an accordWhich might infuse our suffering with virtù. Vojagu penson, per viaj oraj flugilojVojagu kaj pozu sur klifoj, sur holmojkie varmete kaj milde parfumasl’auron dolcan el la propra teroSalutante la bordojn el Jordaniokaj la detruitajn turojn el CionoHo, Mia patrio, tre bela sed forlasitaHo, memoroj, tre karaj sed fatalajOran arpon, de la profetaj poetojkial silente de la saliko pendas?la memoriagojn en nia brusto revivaskaj parolas al ni pri la estinta tempoHo, simila al la Jerusalema fatokreas krudan lamentan sononHo, lazu la Lordon inspiri melodionkia infuzu virtecon al nia sufero

 

Or is it  another confrontation with windmills?

STRAIGHTFORWARDNESS ….

straightforwardness – it could well mean not to follow the straight line …

Taking the words from Keynes’ General Theory we have to see:

The classical theorists resemble Euclidean geometers in a non-Euclidean world who, discovering that in experience straight lines apparently parallel often meet, rebuke the lines for not keeping straight—as the only remedy for the unfortunate collisions which are occurring. Yet, in truth, there is no remedy except to throw over the axiom of parallels and to work out a non-Euclidean geometry. Something similar is required to-day in economics.

And even beyond geometry and economics, the seemingly simple solutions, bringing us forward ling the straight lines, may be fatal, especially while standing next to the abyss.

‘BEING ECONOMIST’ – AN INTERVIEW

[to the recording]

[see also here for some reflections on academic work]

Peter Herrmann教授,班戈学院金融学专业教师

2015年夏,曾任中国浙江大学公共事务学院高级外国专家

2015年春季,俄罗斯普列汉诺夫经济大学(Plekhanov Rusian University of Economics)客座教授

2012年起 匈牙利布达佩斯考文纽斯大学(Corvinus Univesity经济学院访问学者

Peter Herrmann教授曾在世界多个国家任教,包括俄罗斯、匈牙利、德国等,主要研究领域为宏观经济学,微观经济学,政治与社会学。

读万卷书,行万里路。Peter Herrmann教授给我的第一印象是,一个高挑的学者,脖子上随性地搭着一条意大利风格的围巾,手里握着一把雨伞,一举一动都让我觉得有一种“大师”的风范。

 

这次,Herrmann教授接受了小编的采访。小编一行人来到Herrmann教授的办公室,发现整个办公室都被悠悠轻放着的意大利音乐所包围,配着门上贴着的经济学卡通画像。就这样,一位教授把自己的办公处变成了一处带有艺术气息的地方。

 

Q

请问教授当初是怎么想到以后都要从事经济学领域研究的呢?总体上来说认为经济学是一门什么样的学科呢?

A

我当初做这个选择是很多因素的结合,可以说是我的热情所在与当时的政治动机相结合。

我认为经济学是一门研究组织关系的学科。关于经济学的作用,我认为可以从两个方面来概括。一个是形成经济价值观,另一个是研究隐藏在世界背后的逻辑,明白世间万物都是相互联系的。

Q

经济学学习,您对班戈学院的学生有什么好的建议吗?

A:

我有两条建议:第一,多阅读世界历史;第二,努力去探索人们的价值观是什么,人们所创造的万物中什么是美。

第二,不仅要阅读,而且要思考、要学会去观察世界并且将自身投入其中。要擅于抓住机会去做许多的尝试,而不是被父母推着向前走。此外,不要害怕犯错,因为你可以从错误中汲取经验,而且经济与我们的生活是息息相关的。

Herrmann教授也谈到了自己女儿小时候的故事。有一天当女儿走在路上看到了一只蜗牛,不是选择绕开,而是理解女儿的好奇心。让她静静地看着那只蜗牛,去观察它。去看那只蜗牛在做什么,去体会它怎么动的,之后当你有了好奇心你便会有更多的动力去学更多去了解更多。

 

之后,采访小组成员还与Herrmann教授一起讨论了当今中国的热点话题“共享经济”。

Herrmann教授分享了一个他对共享的认识。他向我们介绍在国外有一个网站,可以联系到其他国家的人来share accommodation,当你外出旅行不需要住在家里的时候。这是他对“共享”的认识。

采访尾声,Herrmann教授对班戈学院学生的评价比较高,他认为班戈学院的学生都非常努力,但希望学生们能够把理论与实践相结合;他相信,在老师们的教导下,在同学们的努力下,一定能够取得好的成绩。

****

看完今天的推送,大家是否对我们亲爱的Herrmann教授有了更多的了解呢?

在班戈学院,你有喜欢的老师吗?

TA们在你们眼中又是怎样的呢?

欢迎留言哟(*^__^*)

Living in and for academia – an international[ist] perspective

Published is a presentation given on the 4th of July in ChangSha, PRC, looking against the personal background from an academic perspective at the topic of international and global education. While sociology, economics, political science, law and arts are explicitly mentioned, philosophy remains as companion of all in the background. Highlighted is the need to regain and maintain academic integrity.

The video-recording, in some respect an extension to the interview published recently, can be found here.

Learned from the time I lived in Australia, and altered all this is not least about the statement that

I fully acknowledge the Right and Duty of the students to learn in a way that allows not only to administer their own life and land in a globally respectful way, to study the possibilities to work and connect with the world that is respectful against themselves, against their fellow beings past, present and emerging.

On studying, teaching, responsibility … and a bit on economy and economics

Students at Bangor College China asked me for an interview – some would say it is about god and the world – but that is not really an appropriate wording when it comes to talking with an atheist about studying, teaching and responsibility, is it?

It may well be of interests to a wider audience — trying to make sense of studying today. And it surely links to many other statements made on various occasions of looking for firm grounds in a world of flux.

The students:

采访:李雨欣 彭博 龚佳亮 刘佳浩

文字:李雨欣

编辑:章孛

translating from the past II

Perhaps the contemporary version of it would read like this:

… I do not blame personally the administrators and the suicidal colleagues who consider academic work and life as focused on ranking journals, ‘top-universities’ where leading academics are not available as they are writing for those journals or travelling around to give presentations or are working as advisors in ‘Commissions’ to gain some additional money … – they should not be blamed for following the rules, though they surely have to be blamed for elevating these into the status of holy grail, as standard others have to follow.

In this light I would ask them for one favour: Criticise and reject those of the scholars with whom I spent time and spaces in academia – friends, colleagues, students who see me as hojam, as lǎoshī …, those with whom I spend time and work without anybody thinking in utils of the togetherness – in the same way as I reject those who criticise me on wrong grounds, while drinking out of the grail, leaving the plastic cups, or just the hands to others … criticise and reject them if you see them striving for money instead for truth, if you find them being interested in others as ‘tools for themselves’, if you sense that they are interested in power to control others instead of power to improve people’s life in society. And criticise and reject them if they plagiarise and make life and work a plagiarism.

It is time to go know, all the work I could do here is done, the academic year clearly concluding, the next step changed – and I may have to move on in insecurity, facing precarity as it is the one norm in academia today. Others will stay, will settle, being secure – in what they say after the ‘wings of free speech’ had been truncated … – …, looking at the many careers of the giants, on the shoulders of whom we stand, it cannot be immediately clear who is going to the better place.

***

Those triumphant at the moment while others sit down and cry?

***

  • just in plain text: this is not [necessarily and completely] a direct reflection  of current experiences and moves – more a matter of ventilating generally ‘academia today’ – and without denial: yes it is as such also about personal experience of somebody who may be seen as ‘globally active academian and academician. And somebody who …, well I said the other day to Yi ‘I think I’m getting old, increasingly not really being able to link to many of these developments, feeling positioned outside …’ – she smiled though I am not sure if in affirmatin or joining in part into the claim …
    – In any case we should stay alert, never forget: many of those issues we complain about today, have their roots in the academic world of science [here understood as ‘natural science’] and geographically in the United States of America. – All this will also be soon published in another format, as talk you may listen to, before then diving into todays real world of the G20-debates on digitisation …. . Well, yes, life is full of contradictions, as is the world which I live …

translating from the past I …

At the moment, I am asking myself what one could say – imagining ‘being Socrates today’? While looking for he answer, quote here his last thoughts, as we know them from Plato’s Apology.


[souce: http://www.liberliber.it/online/wp-content/uploads/2015/04/apologia_di_socate.jpg%5D

… io personalmente non provo nessun rancore verso chi mi ha votato contro e chi mi ha accusato. A dire il vero, non mi hanno votato contro ed accusato con questa intenzione, ma pensando di danneggiarmi, [41e] e perciò meritano di essere biasimati. Tuttavia, a loro faccio questa preghiera: i miei figli, una volta cresciuti, puniteli, cittadini, tormentandoli come io tormentavo voi, se vi sembra che si preoccupino dei soldi e d’altro prima che delle virtù; e se fanno finta di essere qualcosa ma non sono nulla, svergognateli come io facevo con voi, perché non si prendono cura di ciò di cui occorre curarsi e pensano di essere qualcosa senza valer nulla. E se [42a] farete così, io sarò trattato giustamente da voi, ed anche i miei figli.

Ma è già l’ora di andarsene, io a morire, voi a vivere; chi di noi però vada verso il meglio, è cosa oscura a tutti, meno che al dio.

And I invite you to explore a bit what I wrote and read …

e.g.;  and alsoas well as here